Kunstlexikon

Buchstabe A  | B | C | D | E | F | G | H | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

Ecorche 

Ein Echorche (écorché) ist eine gezeichnete, gemalte oder geformte Figur, die die Muskeln des Körpers ohne Haut zeigt. 

Der Architekt und Theoretiker der Renaissance, Leon Battista Alberti, empfahl, wenn Maler einen Akt darstellen möchten, zuerst die Muskeln und Knochen anzuordnen und dann die darüber liegende Haut darzustellen.

Elfenbeinschwarz

Ein warmes, sehr dunkles Pigment. In der Vergangenheit stammte dieses Schwarz aus verbranntem Elfenbein von heute vom Aussterben bedrohten Arten. Zum Glück ist dies nicht mehr üblich. 
Ein Elfenbeinschwarz mit Gelb erzeugt ein geschwärztes Grün, das sich hervorragend für von hinten beleuchtetes Laub eignet.

Epoxy oder Epoxidharz

Ein künstliches Harz, das immer beliebter bei avantgardistischen Bildhauern wird, die gerne mit neuen, äußerst haltbaren Materialien experimentieren. Viele Epoxidharze sind gefärbt und wurden Ende der 1940er und Anfang der 1950er Jahre für industrielle Formprodukte entwickelt. Auch Gemälde werden mehr und mehr mit einer Epoxidschicht überzogen, was den Gemälden ein superglattes, künstliches und hypermodernes Aussehen gibt.

Estompen

Estompen gehören zu den Zeichenmaterialien. Es sind Papierwischer zum Verreiben oder Korrigieren von Pastellkreiden, Blei- oder Kohlestiften.

Auch ungeübten Zeichnern gelingen damit ganz einfach weiche Farbübergänge und Tonwertabstufungen.

Estompen bestehen aus zusammengerolltem Löschpapier und können nach Benutzung gut auf einem Stück Schleifpapier gereinigt und neu angeschliffen werden.

Expressionismus 

Expressionismus ist eine subjektive Kunstform, in der die Realität für einen emotionalen Effekt zu verzerrt wird. 

Der Begriff impliziert oft emotionale Angst und Traumata- die Anzahl fröhlicher expressionistischer Werke ist relativ gering. 

In diesem allgemeinen Sinne können Maler wie Matthias Grünewald und El Greco als expressionistisch bezeichnet werden, obwohl der Begriff in der Praxis hauptsächlich auf Werke des 20. Jahrhunderts wie "The Scream" von Edvard Munch angewendet wird.