Kunstlexikon

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Lackwaren 

Gegenstände (Holz, Bambus, Metall und andere Materialien), die mit einer harzartigen dekorativen Oberfläche beschichtet sind. Spezialität der chinesischen Kunst.

Landschaftsmalerei

Komposition, bei der eine Landschaft das Hauptthema ist. Auch: landschaftliche Bereiche eines Gemäldes oder einer Zeichnung

Lapislazuli (auch Lapis Lazuli, Lasurstein oder kurz Lapis genannt)

ist ein tiefblauer Halbedelstein, der für Schmuck verwendet wird und aus dem das Pigment Ultramarin gewonnen wird.

Lasurpinsel

Lasurpinsel (Mops) gibt es in einer Vielzahl von Haartypen und -stilen. Diese Pinsel werden vorwiegend zum Verblenden von einzelnen Farbaufträgen verwendet. Sie bestehen meist aus Echthaar (Eichhörnchenfell), sind sehr dicht gefasst und sehr weich. Dadurch hinterlassen sie so gut wie keine sichtbaren Pinselspuren.

Linolschnitt

Druck hergestellt durch Schnitzen eines Designs in einen Linoleumblock.

M C Escher

Lithographie

In der bildenden Kunst kommt der Begriff Lithographie aus dem Griechischen und bedeutet "Schreiben mit Stein". Die Technik wurde 1798 von dem Deutschen Alois Senefelder (1771-1834) erfunden, um Text, insbesondere seine eigenen Stücke, zu drucken.

Die Lithographie ist eine beliebte planographische Technik (Oberflächendruck), die auf der Unmischbarkeit (chemischen Abstoßung von) Öl und Wasser basiert. Senefelder patentierte das Verfahren 1798 und seine erste Veröffentlichung war eine Reihe von Zeichnungen des Schweizer Naturforschers Conrad Gessner (1516-65) in London im Jahr 1799.

Der lithografische Prozess wurde bis 1818 streng geheim gehalten, als Alois Senefelder das "Vollständige Lehrbuch der Steindruckerey" veröffentlichte. 

Eine moderne Variante ist die Fotolithografie, bei der fotografische Verfahren eingesetzt werden, um das Bild auf Metallplatten aufzunehmen. 

Der grundlegende lithografische Prozess 

Bei diesem Druckprozess zeichnet der Künstler das gewünschte Bild mit einem fettigen Litho-Wachsmalstift oder einer fettigen schwarzen Tinte (Tusche) auf eine flache Steinoberfläche. Kalkstein ist normalerweise die bevorzugte Oberfläche, aber hin und wieder werden auch Zink- und Aluminiumplatten verwendet. 
Wenn das Zeichnen abgeschlossen ist, wird die Platte mit einer Ätzung (einer schweren sirupartigen Mischung aus Gummi arabicum und einer kleinen Menge Salpetersäure) "fixiert", um zu verhindern, dass sich das Fett ausbreitet. Zusätzlich öffnet die Salpetersäure die Poren des Steins, so dass Gummi und Fett leicht eindringen können. 
Das Gummi arabicum versiegelt die fettigen Bereiche gegen das beim Drucken aufgebrachte Wasser. Aufgrund der gegenseitigen Abstoßung von Fett und Wasser zieht das Bild die ölige Tinte an, stößt jedoch Wasser ab. Wenn die Oberfläche angefeuchtet und eingefärbt wird, haftet die Tinte an der fettigen Zeichnung und nicht am nassen Stein und wird perfekt auf Papier übertragen. In der Tat ist die Lithographie für ihre Fähigkeit bekannt, feine Details und subtile Unterschiede in der Schattierung zu erfassen.

Luftperspektive (auch atmosphärische Perspektive genannt)

Methode zur Erzeugung der Illusion von Tiefe und Weite in einem Gemälde oder einer Zeichnung durch Modulation der Farbe.

 Je weiter sich Teile einer Landschaft vom Betrachter entfernt befinden, desto blasser werden sie. Dunkle Objekte erscheinen blassblau. Zum Beispiel haben ferne Berge einen bläulichen Schimmer.

Das liegt am Vorhandensein von Feuchtigkeit und winzigen Staubpartikeln in der Atmosphäre: sie verursachen eine Streuung des Lichts.