Kunstlexikon

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Wachsblume (oder auch Wachsblüte)
 
Wenn Du Wachsfarbstifte oder Wachspastelle verwendest, kennst Du wahrscheinlich die Wachsblume, den trüben, grauen oder weißlichen kristallinen Film, der sich auf dem Kunstwerk bildet.

Eine Wachsblume wird auch als Ausblühen bezeichnet und ist eines der wenigen unangenehmen Dinge beim Zeichnen mit Buntstiften. Sie kann sich über einen Zeitraum von Tagen, Wochen oder sogar Jahren bilden. Die Luftfeuchtigkeit trägt dazu bei. Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto wahrscheinlicher ist es, dass man Wachsblüten bekommt. Und sie treten vorwiegend auf schweren Schichten dunkler Farben auf.

Wachs, das als Bindemittel verwendet wird, oxidiert mit der Zeit und steigt nach oben. Und das Ausblühen tritt nicht allein bei Zeichnungen auf, sondern auch bei Enkaustik.  

Wachsblume entfernen


Eine Wachsblume ist nicht das Ende der Welt. Um sie loszuwerden, kann man seine Zeichnung einfach vorsichtig mit einem Tuch aus etwas Weichem wie Baumwolle abwischen. Ein altes Baumwoll-T-Shirt ist prima. Man muss jedoch sehr vorsichtig wischen, da das Tuch Pigmente verschmieren kann. Die Stoffmethode funktioniert leider nicht dauerhaft. Die Blüte wird zurückkehren. 

100%igen Schutz gegen Wachsblumen gibt es nicht. Wenn man eine Wachsblume von Angang an wirklich vermeiden möchte, dann sollte man besser mit Aquarellstiften zeichnen und auch keine dicken, schweren Schichten anlegen.