Nimm Dir ein Blatt Papier, das Idealmaß wäre A 3. Es kann weißes Papier sein, oder wie bei mir getöntes - das ist eigentlich egal. 

Versuche, auch wirklich so groß zu arbeiten, wie es Deinem Papiermaß entspricht. 

Je kleiner Du nämlich zeichnest, desto mehr Details kannst Du einfach wegschummeln. Vielleicht sieht Deine Zeichnung dann etwas besser aus, aber es kommt bei dieser Übung nicht darauf an, sich selbst ein bisschen zu belügen, sondern darum, diese Methode zu erlernen.

Und auch  hier gilt: Übung macht den Meister. Erwarte nicht von Dir selbst, dass Du nach dieser ersten Zeichnung bereits treffsicher ein Porträt zeichnen kannst.  

1. Zeichne einen Kreis. 
Dafür kannst Du einen Zirkel verwenden, oder lege Dir einen Teller auf's Papier und zeichne dessen Umriss.

Zeichne Dir am besten einen Maßstab irgendwo an den Rand Deines Blattes. Die obere Markierung gibt den Scheitelpunkt Deines Kreises an, die zweite Markierung die Mitte des Kreises, und die dritte Markierung den tiefsten Punkt des Kreises.

Als nächstes unterteilst Du Deine Markierungen nochmals: von A nach B in drei gleiche Teile, und von B nach C ebenso.

Und natürlich mag es Dir ein wenig wie Zauberei vorkommen, wie man von so einem "Gerüst" zu einem fertigen Porträt kommt. Aber darauf werden wir in anderen Tutorials eingehen. Wie man lebendige Augen  zeichnet, eine Nase, einen Mund oder Haare, wie man einer Haut eine Struktur und Dimension verleiht sind doch relativ komplexe Themen, die man nicht mit einem Satz erklären kann.

Dein Erfolgserlebnis für heute muss sein, dass Du nun ein Porträt zeichnen kannst, das anatomisch korrekt ist. Das ist schon die halbe Miete. Und vor allem: es ist die Basis für alles, was beim Porträtzeichnen noch kommt. 

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